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Über Stammzellen aus Nabelschnurblut, als lebensrettende Maßnahme, habt ihr sicher auch schon gehört. Unsere Expertin Prinzessin Stefanie zu Sayn-Wittgenstein liefert euch die Fakten dazu.

Liebe Mamas und Papas,

die Nabelschnur ist die wichtigste Verbindung zwischen Mutter und Kind  in der Schwangerschaft. Über die Nabelschnur ist das Ungeborene über die Plazenta mit dem mütterlichen Blutkreislauf verbunden. Darüber erhält euer Baby Sauerstoff, Nährstoffe und alle Informationen der Zellen die es benötigt, um nach 40 Wochen als gesundes, allein lebensfähiges Menschlein auf die Welt zu kommen.  Die Informationen der Zellen sind besonders wichtig, damit euer Baby nach den Bauplänen, die in der DNA gespeichert sind, eigene Zellen mit spezifischen Aufgaben bauen kann. Diese Zellen nennt man Nabelschnurblutstammzellen.

Stammzellen aus Nabelschnurblut

Besonders wichtig sind sie für die Entwicklung des blutbildenden Systems. Aus ihnen entstehen die roten Blutkörperchen (Erythrozyten), die den Sauerstoff tragen, die weißen Blutkörperchen (Leukozyten), die alle verschiedenen Zellen der Immunabwehr darstellen und die Blutplättchen (Thrombozyten), die die Gerinnung des Blutes ermöglichen.  Nach der Geburt übernimmt das Knochenmark die Aufgabe der Hämatopoese (Bildung der Blutzellen). Das blutbildende System ist lebenswichtig. Störungen und Erkrankungen in diesem System führen in den meisten Fällen zu schwerwiegenden Krankheiten und nicht selten zum Tode.

Nabelschnur enthält nach der Geburt Stammzellen

Die Nabelschnur enthält nach der Geburt eine Restmenge Blut, in der wertvolle blutbildende Stammzellen, hämatopoetische Stammzellen enthalten sind. Diese Stammzellen sind wertvoll für die Behandlung von Erkrankungen des blutbildenden Systems. Im Vergleich zur Knochenmarksspende sind die Zellen der Nabelschnur noch nicht total ausgereift und es entstehen seltener Abstoßungsreaktionen bei einer Transplantation. Am Ende der 1980 -iger Jahre wurde eine Nabelschnurstammzellspende erstmals eingesetzt, um ein Kind mit einer seltenen Erkrankung des blutbildenden Systems zu behandeln. Die Behandlung war erfolgreich und das Kind konnte geheilt werden.

Über 80 Krankheiten mit Nabelschnurstammzellen behandelbar

Seitdem wurde aktiv weitergeforscht und über 80 Erkrankungen des blutbildenden Systems können heute mit einer Nabelschnurblutstammzellenspende erfolgreich behandelt werden. Besonders bei der Erkrankung an Leukämie im Kindesalter stellt die Nabelschnurstammzellenspende eine besondere Heilungschance dar. Aber auch bei erworbenen oder angeborenen Erkrankungen der Immunabwehr oder Formen der Leukämie im Erwachsenenalter beinhaltet die Stammzellenspende aus Nabelschnurblut ein großes Heilungspotential.

Weitere Krankheiten werden folgen, die durch Nabelschnurblut kurierbar sind

Die Wissenschaft geht davon aus, dass in den kommenden Jahren viele weitere Erkrankungen mit Hilfe der Stammzellspende aus Nabelschnurblut geheilt werden können. Als werdende Eltern dürft Ihr euch entscheiden eine lebensrettende Spende aus dem Nabelschnurblut eures Kindes zur Verfügung zu stellen.

Was wollt ihr mit Restblut aus der Nabelschnur machen?

Dazu ist für euch wichtig eine Option zur Entscheidung hinzuzuziehen: Heute wissen wir, dass das Restblut aus der Nabelschnur auch wichtig für euer neugeborenes Kind ist. Lässt man die Nabelschnur bis zur Abnabelung ganz und gar auspulsieren, so erhält euer Kind diese Restmenge Blut  aus der Nabelschnur, die die Stammzellen enthält selber. Für euer Baby erhöht sich damit das Volumen des Eigenblutes. Es reduziert die Möglichkeit einer Anämie. Besonders bei einer schweren Geburt oder einer Risikoschwangerschaft ist das sehr hilfreich.

Bitte denkt über eine Nabelschnurstammzellspende nach!

Unter den untenstehenden Links findet Ihr weitere Informationen.

Auch Euer Frauenarzt/in oder eure Geburtsklinik wird Euch zur Nabelschnurstammzellenspende weitere Informationen geben können.

https://www.stammzellspenderdatei.de/nabelschnurblut/nabelschnurblut-spenden

https://www.zkrd.de/nabelschnurblutspende/

Liebe Grüße

Eure Stefanie

Foto: Bild von Sanjasy auf Pixabay

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