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Ihr seid schwanger und im 7. Himmel über die glückliche Nachricht über Euren Nachwuchs. Erstmal entscheiden sich viele Frauen noch etwas abzuwarten, bevor sie die frohe Botschaft verkünden, möchten sie, dass die Schwangerschaft schon etwas weiter vorangeschritten ist.

Schwanger: Der richtige Zeitpunkt um den Arbeitgeber zu informieren

Wann ist der richtige Zeitpunkt um auf der Arbeit die Schwangerschaft zu verkünden, diese Frage stellt sich vielen Frauen. Laut Mutterschutzgesetz soll diese dem Arbeitgeber mitgeteilt werden, sobald der Mutter die Schwangerschaft bekannt ist. Eine genaue gesetzliche Regelung des Zeitpunkts gibt es allerdings nicht.  Solange man sich wohl fühlt und die Schwangerschaft noch nicht sichtbar ist, also in den ersten 3 Monaten kann man die Schwangerschaft noch für sich behalten, danach sollte man allerdings den Chef aus mehreren Gründen einweihen.

Mutterschutz

Am Arbeitsplatz muß für den Mutterschutz und die Elternzeit vorgeplant werden, und einige Arbeiten sind Euch ab sofort auch nicht mehr möglich, denn die Gesundheit von Mutter und Kind sollten im Vordergrund stehen.  Wenn Ihr nicht wollt, dass auch Kollegen die Botschaft schon erfahren, dann bittet Euren Chef dies erstmal vertraulich zu behandeln.

Chef sollte es zuerst wissen

Allerdings solltet Ihr nicht zuerst Eure Kollegen über die frohe Botschaft in Kenntnis setzen, sondern immer erst den Chef ins Vertrauen ziehen, denn er sollte von Euch, nicht durch Kollegen von Eurer Schwangerschaft erfahren, das würde sich auf das Vertrauensverhältnis negativ auswirken. Es muß ja nicht sein, dass die Kollegen mit ihrem Wissen zum Arbeitgeber laufen, um Euch zu verpetzen, es genügt, wenn der Chef ein Gespräch unter Kollegen mit anhört. Sobald alle am Arbeitsplatz eingeweiht sind, ist es möglich, dass man auf Euch besser Rücksicht nehmen kann und ihr einige Dinge nicht mehr selbst machen müßt, wie schweres Heben und häufiges Bücken etc.

Berufe mit erhöhtem Risiko

Wenn Ihr allerdings in einem Beruf mit erhöhtem Risiko arbeitet oder es nicht möglich ist Arbeitsbedingungen zu schaffen, in denen Eure und die Gesundheit des Babys nicht gefährdet sind, muß der Arbeitgeber sofort eingeweiht werden.  In der Regel greift dann das sog. Beschäftigungsverbot. Arbeitsplätze an denen Umgang mit gefährlichen Chemikalien, Strahlungen, Lärm, Viren, Bakterien vorhanden sind oder erhöhte körperliche Belastungen, wie Überdruck, sauerstoffarme Luft herrschen, bringen zumeist ein Beschäftigungsverbot mit sich. 

Die sind zum Beispiel Berufe im Krankenhaus und in Arztpraxen, im Labor, aber auch Lehrerinnen und Kindergärtnerinnen, Erzieherinnen sind betroffen. Paketbotinnen und Zustellerinnen oder Mitarbeiterinnen im Supermarkt, sowie Lageristinnen und  Landschaftsgärtnerinnen, fallen in der Regel auch unter das Beschäftigungsverbot. 

Fragt die zuständige Arbeitsbehörde

Am besten man erkundigt sich bei der zuständigen Arbeitsbehörde, ob man darunter fällt und wie man verfahren muss, sollte dies der Fall sein. Man kann sich auch ein Attest beim Arzt ausstellen lassen, aus dem hervorgeht warum eine besondere gesundheitsgefährdende Situation am Arbeitsplatz besteht und diese zum Beschäftigungsverbot führt. 

Manche werdende Mama scheut sich vor der Reaktion des Chefs und ist deshalb versucht den Zeitpunkt der Ankündigung hinaus zu schieben. Seid Euch bewußt, je schneller er sich auf die veränderte Situation einstellen kann, desto besser ist es für alle Beteiligten und ihr setzt Euch nicht noch zusätzlichem psychischem Stress aus.

Folgende Fragen treten mit der Ankündigung auf und müssen mit dem Arbeitgeber geklärt werden:

  • Wann ist der errechnete Geburtstermin und wann beginnt der Mutterschutz?
  • Wie lange wird die Babypause dauern?
  • Ist eine Elternzeit angestrebt und wie lange?
  • Wollt Ihr mit dem Nachwuchs auch arbeiten und wie?
  • Wer könnte Eure Schwangerschaftsvertretung übernehmen?

Habt Ihr mit Eurem Chef gesprochen, könnt Ihr Euch entspannt zurücklehnen und die Schwangerschaft genießen.

Fotos: Roman Samborskyi shutterstock.com
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